Entstehung

Am kalten Sonntagnachmittag des 4. Januar 2004 trafen sich Fritz Schatzmann, Beat Müller und Trudy Müller bei Schatzmann und gründeten Swiss Cave Diving (SCD). Stunden zuvor hatten sie sich von den früheren Kollegen getrennt, die sich gegen die geplante Öffnung stellten und ihr kleines Elitegrüppchen bewahren wollten. Damit endete eine Zusammenarbeit, in der man seit 1988 alle zwei Jahre gemeinsam Höhlentauchkurse in Frankreich durchgeführt hatte.

Der SCD ist ein politisch und konfessionell neutraler Verein nach Art. 60ff ZGB und damit eine juristische Person. Seit der Gründung entwickelte sich der SCD vom kleinen Kreis engagierter Höhlentaucher zu einer schweizweit und grenzüberschreitend aktiven Vereinigung.

Das erste SCD-Logo

Ziel und Zweck

Statuten (KI-generiert)

Die Statuten definieren als zentrales Ziel die fundierte, sichere Ausbildung von Höhlentauchern sowie die Entwicklung dazu geeigneter Ausbildungsunterlagen und -hilfsmittel.

Ein weiteres wesentliches Ziel ist der Schutz der Höhlen. Ein einziger falscher Flossenschlag kann jahrtausendealte Strukturen zerstören. Die Ausbildung fokussiert daher auf präzise Tauchtechniken, strikte Sicherheitsstandards, korrektes Verhalten in der Öffentlichkeit und konsequenten Höhlenschutz über und unter Wasser. Bis 2012 vermittelte ein Vertreter der Schweizerischen Gesellschaft für Höhlenforschung den theoretischen Teil, seither übernimmt der SCD auch diesen Bereich selbständig.

Juristisches

Von Beginn an wurde ein Eintrag ins Schweizer Handelsregister angestrebt. Sobald die Voraussetzung für das Swiss in der Namensführung erfüllt war – Präsenz in der ganzen Schweiz – wurde der Antrag gestellt. Seit dem 8. April 2004 ist Swiss Cave Diving offiziell eingetragen, funktional vergleichbar mit einem eingetragenen Verein nach deutschem Recht.

Die Gründungsmitglieder Fritz Schatzmann und Beat Müller halten alle Namens- und Urheberrechte an den beim IGE registrierten und geschützten Marken Swiss Cave Diving, Swiss Cave Diver und Swiss Cave Diving Instructors.

Mitgliedschaft

Mitglieder in der Mittagspause

Mitglied werden können alle Taucher mit Interesse an Höhlen und einem anerkannten Höhlentauchbrevet oder in laufender Höhlentauchausbildung.

Unerwünscht sind Personen, die ihre Organisation als alleinigen Ursprung des Tauchens oder technischen Tauchens darstellen und andere Taucher herabsetzen. Ebenso Personen, deren Fokus nicht auf Natur, Exploration und Kameradschaft liegt, sondern auf Selbstinszenierung oder Ideologie.

Die Mitgliederzahl liegt weit über 100 und verteilt sich über die ganze Schweiz mit all ihren Sprachregionen sowie auf div. weitere Länder wie Deutschland, Österreich, Niederlande, Italien, Frankreich, Spanien, Liechtenstein, Luxemburg, Australien etc. Das bestätigt den internationalen Charakter der Höhlentauchszene.

Ausbildung

Der Schwerpunkt der Ausbildung liegt auf den jeweils im Frühjahr startenden Kursen Cavern (HT1) in der Schweiz, Cavern/Cave (HT1/2)-Kombi bzw. Cave (HT2) in Schweiz und Frankreich sowie Full Cave (HT3) ebenfalls in Schweiz und Frankreich.

Die einheimische Karsttopologie macht HT2 und HT3 innerhalb der Schweiz zu aufwändigen und kostenintensiven Vorhaben. Geeigneter sind Regionen wie Lot, Dordogne oder Ardèche in Frankreich. Dort stehen ausreichend betauchbare und für die Ausbildung geeignete Höhlen in kurzer Distanz zum Base Camp zur Verfügung. Aber auch in Sardinien oder Mexiko fanden bereits Kurse statt.

Die sog. Stages Spéléo Suisses, seit 1988 üblicherweise um Auffahrt/Pfingsten startend durchgeführt, besitzen inzwischen internationale Bekanntheit. 2011 nahm etwa zum zweiten Mal ein Gast aus Australien teil. Die jeweils zwei einwöchigen Seminare ziehen pro Woche rund 20 bis 30 Teilnehmende an und verbinden Ausbildung, gemeinsames Erlebnis, sicheres Tauchen, Natur und Aktivferien.

Ergänzend werden weitere Kurse in den Bereichen Höhlen- sowie technisches Tauchen durchgeführt, darunter Nitrox, Trimix, Scooter/DPV, Sidemount, Stage-Handling und mehr.

[ Inhalt anzeigen? Bitte akzeptiere die Cookies. ]

Manual Höhlentauchen

Swiss Cave Diving Manual Höhlentauchen

Das Manual Höhlentauchen stammt von den Gründungsmitgliedern Fritz Schatzmann und Beat Müller. 2015 erschien bereits die 5. Auflage. Aus einem rund zwölfseitigen Heft von 1998 entwickelte sich ein Standardwerk mit knapp 400 Seiten, das europaweit bekannt und verbreitet ist.

Es basiert auf über zwanzig Jahren Ausbildungserfahrung der Autoren mit mehr als 400 brevetierten Höhlentauchern und über 4000 unfallfrei absolvierten Ausbildungstauchgängen.